Geschichte der ESZ
Das Titel-Layout seit 2004Ein Jahr älter als die Evangelische Kirche in Hessen und Nassau (EKHN), in deren Gebiet sie erscheint, ist die Evangelische Sonntags-Zeitung: Zum 1. Advent 1946 kam die erste Ausgabe mit dem Titel "Weg und Wahrheit" heraus. Sie war von der US-Besatzungsmacht lizenziert. Blätter–frei konnten Zeitungen erst nach Gründung der Bundesrepublik Deutschland erscheinen. Die wenigen, die es gab, wurden den Verlagen von einer nach Information und Orientierung dürstenden Bevölkerung förmlich aus den Händen gerissen. Seine Startauflage von 80.000 Exemplaren ereichte das Blatt nach Aufhebung des Lizenzzwangs nie mehr.
Herausgeber und Verlage
Herausgegeben wurde "Weg und Wahrheit" im Auftrag der "Vorläufigen Kirchenleitung" der zu diesem Zeitpunkt noch getrennten Kirchen von Nassau, Hessen-Darmstadt und Frankfurt, die 1947 ihren bereits 1934 auf Druck der Nationalsozialisten erfolgten Zusammenschluss in freier Entscheidung wiederholten.
Verlag war zunächst Eduard Roether in Darmstadt, später der "Evangelische Presseverband in Hessen und Nassau e.V." mit Sitz in Frankfurt. Er ging 1997 in der "Gemeinnützigen Medienhaus GmbH" auf. Da hieß das Blatt bereits "Evangelische Kirchenzeitung" (seit 1990).
Von der regionalen zur gesamtkirchlichen Zeitung
Die bis zu sieben verschiedenen Regionalausgaben für die Propsteibezirke, zum Teil mit eigenständigen Titeln ("Evangelisches Darmstadt"), waren im Lauf der Jahrzehnte zu einer einzigen Gesamtausgabe für das Kirchengebiet zusammengewachsen.
Wandel im Layout
Auch das Erscheinungsbild der Zeitung veränderte sich mit der Zeit – von einer Bleiwüste aus eng aneinander gereihten Texten, die nur gelegentlich durch einen Holzschnitt oder eine Zeichnung aufgelockert wurden, bis hin zur ihrem heutigen farbigen Layout mit großzügiger, moderner Bildsprache. Seit 2004 lautet der Titel "Evangelische Sonntags-Zeitung". (wow)


