Wohnen im schlauen Haus
Keine Zukunftsmusik: Technische Unterstützung bei Alltagsproblemen • Von Doris Stickler
Was Häuser heutzutage alles können können ... Moderne Technik bietet Menschen bei vielen Problemen Hilfestellung. Wie sieht es aus, das Wohnen von morgen? Mit dieser Frage beschäftigte sich eine Tagung in der Evangelischen Stadtakademie Römer9 in Frankfurt.

Wird das Haus zum bewohnbaren Computer? Technik kann das Leben leichter machen.
Betten, die Buch über die Qualität des Schlafs führen, Kühlschränke, die schwindende Vorräte melden, Überwachungssysteme für Gebrechliche oder Toiletten, die den Urin auf Krankheiten hin analysieren. Was für viele Menschen nach Science Fiction klingt, bereitet technisch kaum noch Probleme. Unter dem Kürzel AAL – nach dem englischen Begriff »Ambient Assisted Living« – findet man bereits eine breite Auswahl an intelligenten Assistenzsystemen.
Das schlaue Haus kennt und schützt seine Nutzer
Deren Einzug ins Alltagsleben hält Birgid Eberhardt vom Verband der Elektrotechnik-Elektronik-Informationstechnik (VDE) nur noch für eine Frage der Zeit. Die Vorteile eines »schlauen Hauses« liegen für sie auf der Hand: Es kennt, so Eberhardt, und schützt seine Nutzer und geht schonend mit den knappen Ressourcen um. Und: Ein Haus steht nicht allein, es ist der »Baustein für eine schlaue Stadt«, warb sie in den Räumen der Evangelischen Stadtakademie Römer9 für solche innovativen Projekte. Im Rahmen der gemeinsam mit der Universität des 3. Lebensalters und dem Gesundheitsamt organisierten Morgenakademie wurde drei Tage lang über »Das schlaue Haus – Wohnen und Technik 2030« informiert und diskutiert.
Wohnung wird zum dritten Gesundheitsstandort
Dabei führte die Gerontologin (Altersforscherin) vor Augen, dass gerade ältere oder pflegebedürftige Menschen von den technischen Errungenschaften profitieren können. Bodenbeläge etwa, die Notrufe versenden, wenn sie Stürze oder ausbleibende Aktivitäten verzeichnen, oder Roboter, die an einzunehmende Medikamente erinnern, würden die Wohnung zum »dritten Gesundheitsstandort« machen. Das durch Technik schlau gemachte Haus decke von der Entlastung über Prävention bis zu technisch unterstützter Rehabilitation oder Palliativ-Versorgung eine breite Palette an Hilfeleistungen ab.
Den vollständigen Bericht lesen Sie in der Printausgabe der Evangelischen Sonntags-Zeitung.
Foto: D oris Stickler

